Projekt für deutsch-polnische Schule
Berufsorientierungszentrum für landwirtschaftliche Berufe und Naturschutzberufe in Trinwillershagen geplant.
Projektmacher hoffen auf Unterstützung durch den Kreis.

Trinwillershagen (OZ) - Mit dem Schulprojekt „Deutsch-polnisches Berufsorientierungszentrum für landwirtschaftliche Berufe und Naturschutzberufe“ steht Trinwillershagen gemeinsam mit polnischen Partnern für die Pomerania-Region.
Zusammen ist man durch das Projekt ein großes Stück an Europa herangerückt. Und so war der Besuch einer Delegation aus der Partnergemeinde Postomino mit dem stellvertretenden Bürgermeister Adam Drapala und Pfarrer Prof. Dr. Florian Lemper an der Spitze ein gutes Zeichen für die Partnerschaft.
Die Gäste waren gekommen, um an der feierlichen Wappenübergabe durch Innenminister Lorenz Caffier teilzunehmen. „Derartige deutsch-polnische Aktivitäten spielen für Europa eine sehr wichtig Rolle“, würdigte Caffier den Besuch aus Postomino. Das deutsch-polnische Berufsorientierungsprojekt wird seit Jahren von vielen Partnern begleitet. Viel Arbeit ist in seine Umsetzung bereits geflossen. Wobei es sich zeitweise auch als schwierig erwies. So stand beispielsweise die Gemeinde Postomino selbst als Projektpartner irgendwann nicht mehr zur Verfügung.
Doch es konnte ein neuer Partner gefunden werden. Völlig unkompliziert sprang der polnische Verein „Freude und Hoffnung“ mit Prof. Dr. Lemper ein. Innerhalb eines Vierteljahres nach Projektübernahme hatte der Verein es geschafft, eigens eine Stiftung hierfür ins Leben zu rufen.
„Wir haben die Zusammenarbeit mit Trinwillershagen aufgenommen, weil wir glauben, dass wir gemeinsam wirksam dabei mithelfen können, Jugendlichen eine zielgerichtete berufliche Orientierung zu geben.
Und wir wollen ihnen aufzuzeigen, wie viele berufliche Chancen sie im Grunde haben. Ist das Schulprojekt Realität, wird es junge Menschen auf ihre berufliche Zukunft gut vorbereiten können. Davon bin ich fest überzeugt“, sagte Lemper.
Wobei er hoffe, dass das Projekt sehr viel bewirken werde, sowohl für die Jugendlichen selbst als auch auch für die Völkerverständigung. In zwei Jahren, meinte er, werde man das grenzüberschreitende Schulvorhaben hoffentlich gemeinsam eröffnen können. Obwohl er laut seinem Terminkalender eigentlich schon in Warschau vor Studenten sprechen wollte, nahm er sich dennoch die Zeit, um für einige Stunden nach Trinwillershagen zu kommen. Ihm war es wichtig, zu zeigen, wie viel ihm diese Partnerschaft und das gemeinsam Projekt bedeuten.
„Allein an diesem Umstand können wir sehen, dass wir es mit guten, ehrlichen Partnern zu tun haben“, meinte Trinwillershagens Bürgermeister Klaus-Dieter Tahn. Als weiterer Partner begleitet das Barther Beschäftigungs- und Qualifizierungszentrum (BQB) das Berufsorientierungsprojekt für die Gemeinde Trinwillershagen von Anfang an.
„Wir hoffen sehr, dass das Vorhaben gelingt. Bisher wurde sehr viel Arbeit investiert, um überhaupt soweit zu kommen. Wobei wir viele Höhen und Tiefen bei der Projekterarbeitung erlebt haben.
Federführend waren dabei von Anbeginn die Trinwillershäger und ihre polnischen Partner. Die Arbeit am Projekt hat viele neue Impulse gegeben. Vieles darunter, was mittlerweile in den Gemeinden gelebt wird“, sagte Dietmar Schulz, Geschäftsführer des BQB.
Aus der Sicht von Tahn ist das Schulprojekt mit seiner zielgerichteten Langfristigkeit für junge Menschen deutschlandweit einmalig.
„Hat man einem Beruf ergriffen, den man mit Liebe ausgewählt hat, ist es ein Beruf fürs ganze Leben. Insofern ist das Geld für unser gemeinsames Projekt gut angelegtes Geld. Wir legen damit einen Grundstein für künftige Generationen“, sagte Klaus-Dieter Tahn. Der Bürgermeister hofft nun, dass der Kreis Nordvorpommern das Projekt mit unterstützen wird.
